BIOGRAFIE

Adriano Dallapé aus Trento schloss sein Studium für Orgel und Orgelkomposition bei Giancarlo Parodi ab wie auch das Studium für Cembalo und Chorleitung. Es folgten weitere Studien an der Akademie für Alte Musik in Pistoia bei Luigi Tagliavini, Harald Vogel und Monserrat Torrent. In Cremona belegt er einen Kurs mit Michael Radulescu über das gesamte Orgelwerk von J.S. Bach, was ihm einen wichtigen Zugang zur deutschen Barockmusik eröffnete. In Basel bildete er sich weiter in Orgel bei Brett Leighton und in Brescia in Cembalo und alter Orgelmusik bei Christopher Stembridge.
Er ist Gewinner von nationalen und internationalen Wettbewerben. Er tritt auch als Gastredner bei Festivals in Italien und im Ausland auf. Neben seinen Studien der Alten Musik widmete er sich auch dem Orgelwerk von Olivier Messiaen und arbeitet mit zeitgenössischen Komponisten zusammen, deren Werke er uraufgeführt und auf CD eingespielt hat.
Seit mehreren Jahren beschäftigt sich Dallapé mit dem barocken Repertoire. Er tritt sowohl als Solist als auch mit Gesangs- und Instrumentalgruppen auf. Er hat zahlreiche CDs aufgenommen. Er ist der Gründer der „Associazione Organistica Trentina“, die Aktivitäten, Studien und Forschungen zum Orgelkulturerbe fördert. 2015 wurde er Mitglied der Kulturkommission der Stadt Pergine Valsugana (TN). Von 1999 bis 2015 lehrte er am Konservatorium „Giovanni Battista Pergolesi“ in Fermo Orgel, Cembalo, Gregorianischen Gesang und hielt Seminare über die Aufführungspraxis der Alten Musik. Derzeit unterrichtet der Orgel und Gregorianischen Gesang am Konservatorium „Lucio Campiani“ in Mantua und ist seit 1993 Organist in der Wallfahrtskirche „Madonna delle Laste“ in Trento.

Cor masdo Zuoz ist mit Psalmen und Liedern im Gemeindearchiv von Zuoz seit dem 18. Jh. dokumentiert. Alle 150 Psalme (4-6stimmig) von Jan P. Sweelinck wurden damals aufgeführt und ins Romanische übersetzt. Sie befinden sich im Archiv in Zuoz. Eine „Regula da chaunt“ (in der Gemeindeverfassung verankert) regelte die strikte Organisation des Chores. Unter anderem musste jede Familie mindestens eine Sängerin oder einen Sänger stellen. Dafür wurden diese je nach „Können“ bezahlt. Seit 1848 besteht der Cor masdo mit eigener Organisation, ähnlich wie heute. Der Cor übte auch im 20. Jh. eine rege Tätigkeit aus sowohl als Kirchenchor als auch als Dorfchor und nahm an fast allen kantonalen und eidgenössischen Sängerfesten teil.

Clara Sattler aus dem Südtirol absolvierte ihre Gesangsstudien für Lied, Oratorium und Oper in Bozen und Wien. Es folgten Meisterkurse bei Maria Venuti, Ann Monoyos, Kurt Widmer und Helga Müller-Molinari. 
Sie ist eine gefragte Stimmbildnerin. Ihr Repertoire reicht von Barock bis in die Moderne. Sie übt eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland aus. Sie trat auf im Konzerthaus und im Schloss Schönbrunn in Wien, Stephaniensaal in Graz, Grein a. d. Donau (Barockopern), Polen (Carmina Burana), Mostar und Sarajevo, Dom in Mailand, Salzburg, Lodi und Rom. 2008 führte sie eine Tournée durch Südafrika, 2014 nach Südamerika mit dem Männerchor Götzis. Als Mitglied des Südtiroler Operettenensembles sang sie die Kurfürstin im „Vogelhändler“, Laura im „Bettelstudent“, Rosalinde in der „Fledermaus“, Hanna Glawari in der „Lustigen Witwe“, die Gräfin Mariza und 2018 zum 10-jährigen Jubiläum erneut die Kurfürstin im „Vogelhändler“. 
Sie leitet den Männerchor „Brumm Net“ in Bruneck, den Vinzentiner Mädchenchor in Brixen und den „Coro misto“ in Zuoz.

KONZERT PROGRAM

Jean-Marie Plum (1899-1944)
Préambule
Toccatina
(Orgel solo)

Heinrich Walder (1955)
Kyrie aus Missa in Es

Heinrich Walder
Gloria aus Missa in Es

Cecilia Vettorazzi (1959)
‘Eia Carmeli’ (Meditation für Orgel)
(Orgel solo)

Johann Pachelbel (1653-1706)
Singet dem Herrn ein neues Lied

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
‘Schmücke dich, o liebe Seele’
(Orgel solo)

Heinrich Walder
Sanctus/Benedictus aus Missa in Es

Heinrich Walder
Agnus Dei aus Missa in Es

F. Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Andante religioso(aus der Sonate opus 65 n.4)
(Orgel solo)

F. Mendelssohn Bartholdy
“Verleih uns Frieden”

F. Mendelssohn Bartholdy
Allegro maestoso e vivace (aus der Sonate opus 65 n.4)
(Orgel solo)

EINTRITT

Eintritt frei – Kollekte

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